AfD unerwünscht

von Redaktion

Gewerkschaft der Polizei fasst Unvereinbarkeitsbeschluss

München – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) duldet künftig keine AfD-Mitglieder mehr in ihren Reihen. Gleichzeitige Mitgliedschaften seien „nicht miteinander vereinbar“, hieß es am Freitag. Die AfD sei „gewerkschaftsfeindlich eingestellt und entzieht sich der solidarischen Basis unserer Gesellschaft“, sagte GdP-Vize Dietmar Schilff.

Der Beschluss ist bindend, auch für die GdP in Bayern. Künftig würden Aufnahmeanträge abgelehnt, wenn eine AfD-Mitgliedschaft bekannt sei, sagte Landeschef Peter Pytlik unserer Zeitung. Es reiche aber auch schon die offenkundige „Unterstützung oder das Sympathisieren mit der AfD“. Aktuelle Mitglieder werde man „schriftlich auffordern, die GdP zu verlassen“. Wie viele das sind, ist unbekannt.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bayern zieht allerdings nicht mit. Zwar arbeite man nicht mit Funktionären und Abgeordneten der AfD zusammen, sagte Landeschef Jürgen Köhnlein. Ein Unvereinbarkeitsbeschluss sei aber kaum durchsetzbar. „Wir müssten ja beim Aufnahmeantrag Parteibücher kontrollieren“, sagt er. Der Ausschluss aktueller Mitglieder sei zudem „ähnlich schwierig, wie jemanden aus einer Partei auszuschließen“.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Richard Graupner, selbst Polizist, warf der GdP die „Fortsetzung links-grüner Politik mit gewerkschaftlichen Mitteln“ vor. mmä

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