Landsberg/Kaufering – Der Landsberger Seenotretter Claus-Peter Reisch ist mit der Kauferinger Hilfsorganisation LandsAid nach Izmir geflogen, um dort den Geflüchteten aus Syrien zu helfen. „Wir müssen dringend vor Ort helfen“, betonte Reisch, der Seenotrettungsmissionen auf dem Mittelmeer fährt. „Nur wenn die Menschen dort mit dem Nötigsten versorgt sind und eine Perspektive haben, riskieren sie nicht die lebensgefährliche Überfahrt auf die griechischen Inseln.“
Die Bedingungen in den inoffiziellen Flüchtlingscamps seien katastrophal, betont er. Notdürftig errichtete Unterkünfte aus Planen und Decken, unzumutbare hygienische Verhältnisse, keine funktionierende Müllentsorgung, kaum fließend Wasser und nicht genug zu essen. Gemeinsam mit dem LandsAid-Geschäftsführer Sven Weber verteilt Reisch Lebensmittelpakete und Hygieneartikel. „Ein solches Paket versorgt eine sechsköpfige Familie etwa zwei Wochen“, sagt Weber. Geplant ist die Verteilungsaktion für etwa 700 Familien in diesem Frühjahr. Im Sommer will LandsAid weitere 1500 Familien in Izmir versorgen. mm