Waschbär Waldemar hatte im Dorf mal wieder ein Wort aufgeschnappt, das er nicht kannte – „beim Fernsehen“, brummte er. Er hockt dann draußen auf dem Fensterbrett und linst in die Zimmer der Zweibeiner. „Nachfragen kann ich da nicht, sonst verscheuchen sie mich“, brummte er und erzählte, dass er auf dem Bildschirm Tiere gesehen hat, die allesamt schneeweiß waren. Ein TV-Zweibeiner habe erklärt, das seien Albinos. „Was heißt das?“ Ente Agnes nickte. „Albinismus nennt man es, wenn einem Tier oder einem Zweibeiner Farbpigmente in Haut, Fell und Federn fehlen“, quakte sie. „Haut und Haare sind dann ganz hell, obwohl das bei den meisten ihrer Artgenossen nicht so ist.“ Der Grund dafür: Ihr Erbgut ist so verändert, dass der Körper nicht mehr genug oder keine Melanine genannte Farbpigmente herstellen kann. „Sie sind nicht krank, sondern einfach besonders“, quakte Agnes. „Sie haben es aber oft nicht so leicht. So werden Menschen mit Albinismus oft ausgegrenzt.“ Da die Pigmente zudem vor Sonnenschäden schützen, müssen sich betroffene Zweibeiner auch besonders gut vor der Sonne schützen. Manche haben auch Probleme mit den Augen. „Auch darin stecken normalerweise schützende Pigmente“, quakte Agnes. Eure Paula