München – Die S-Bahn München bekommt 15 zusätzliche Triebzüge. Das teilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) gestern mit. „Mit der Flottenerweiterung haben wir mehr Spielraum bei der Fahrplangestaltung und erhoffen uns positive Effekte im Hinblick auf die Betriebsstabilität“, sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU).
Die 15 gebrauchten Züge vom Typ ET 424 werden seit dem Jahr 2000 in Hannover eingesetzt und sollen ab Ende nächsten Jahres stufenweise in und um München fahren. Davor bekommen sie einen neuen Anstrich, Displays für Fahrgastinformationen und eine WLAN-Ausstattung, betonte Schreyer.
Weil die Einstiegshöhe der Züge gut 20 Zentimeter niedriger liegt als bei den aktuellen Fahrzeugen im Münchner S-Bahn-Netz, sollen sie vor allem auf Außenästen eingesetzt werden, von denen aus die Stammstrecke nicht angefahren wird. Etwa bei der S2 zwischen Dachau und Altomünster oder der S20 zwischen Höllriegelskreuth und Pasing bzw. Grafrath. Später könnten die Züge laut BEG auch für die geplanten Linien nach Wasserburg oder zum BMW-Forschungszentrum genutzt werden. mm