Ente Klara, Kauz Ulrich und ich unterhielten uns am Waldrand, als wir in einem Gebüsch ein Geräusch hörten. Es klang, als würden Zweige unter dem Gewicht eines Tieres oder eines Zweibeiners zerbersten. Wir flatterten hoch, flogen zum See und landeten auf einem Felsbrocken. „Habt ihr das Schnaufen gehört? Das muss ein Monster gewesen sein“, quakte Klara. Ulrich und ich hatten nichts gehört. „Waren da nicht Flügel zwischen den Zweigen? Das war bestimmt ein Vogel“, quakte ich. „Federn? Das kann nicht sein. Ich habe ein Geweih gesehen“, krächzte Ulrich. Klara meinte, Hasenfell bemerkt zu haben. „Ein Geweih, Fell und Flügel – vielleicht war es ja ein Wolpertinger“, krächzte jetzt Ulrich. „Ein was?“, fragte Klara. „Wolpertinger gibt es nur in Bayern“, verriet uns Ulrich. „Sie sind scheu und leben in Wäldern und im Gebirge.“ Klara drückte sich enger an mich. „Was sind das für Tiere?“, fragte sie. „Wenn man das so genau wüsste!“, kauzte Ulrich. Ein Wolpertinger könne den Körper eines Hasen haben, ein Geweih, Entenflügel und Watschelfüße, aber auch anders aussehen. „Hast du schon einen gesehen?“, fragte Klara. Ulrich lachte: „Nein! Der Wolpertinger ist ein Fabelwesen. Es gibt ihn also nur in der Fantasie der Zweibeiner.“ Eure Paula