Garmisch-Partenkirchen – Unter den Angestellten des Hotels Edelweiss Lodge & Resort in Garmisch-Partenkirchen geht die Angst um. Denn in dem Hotel, das sich im Eigentum des US-Verteidigungsministerium befindet, sind trotz hoher Corona-Inzidenz im Landkreis (siehe Grafik) größere Veranstaltungen geplant. Ende März soll das Haus – wie in den einheimischen Hotels auch erlaubt – wieder für Geschäftsreisen und Konferenzen geöffnet werden. Geplant ist zum Start ein Treffen mit rund 100 alleinreisenden Militärangehörigen, Anfang April eine Konferenz mit den Familien der Soldaten.
„Wie kann es sein, dass in diesen Zeiten ein Sektempfang mit Fingerfood stattfindet?“, fragt ein Edelweiss-Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte. Donald Wrenn, Sprecher der US-Streitkräfte, versichert, seine Landsleute bemühten sich, sämtliche Corona-Regeln einzuhalten. Sicherheit und Gesundheit der Angestellten und der Gemeinde sei den Amerikanern ein Anliegen. Die Hygienekonzepte hätten sich als effektiv und sicher erwiesen.
Die Edelweiss Lodge war im September in die Schlagzeilen geraten, als eine Mitarbeiterin trotz Quarantäne im Garmisch-Partenkirchener Nachtleben unterwegs war. Laut Landratsamt habe sich aber kein weiterer Infektionsfall auf die vermeintliche Superspreaderin zurückführen lassen. tab