Folter, Missbrauch, Sextourismus: Das Kinderheim „Haus Maffei“ in Feldafing im Kreis Starnberg soll in den 1960er-Jahren Teil eines kriminellen Kinderschänder-Netzwerks gewesen sein. Nun sollen die Vorwürfe – unter anderem gegen den damaligen Ortspfarrer – umfassend aufgeklärt werden. Die Gemeinde stellt ihr Archiv der Historikerin Annette Eberle zur Verfügung. Sie sucht derzeit nach ehemaligen Mitarbeitern oder Feldafingern, die von damals erzählen können (Kontakt: annette.eberle@ksh-m.de). „Wir unterstützen die Aufarbeitung des Missbrauchskandals mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln“, sagte Bürgermeister Bernhard Sontheim. Die Staatsanwaltschaft München II hat die Kripo unterdessen mit Vorermittlungen beauftragt. Der damalige Träger, der Paritätische Wohlfahrtsverband, will Verantwortung übernehmen und hat im Internet eine Aufarbeitungsseite (www.paritaet-bayern.de/aufarbeitung) eingerichtet. gma