Bayerisch-griechische Freundschafts-Aktion

von Redaktion

München – Wer sich gestern wunderte, warum der Olympiaturm und die Münchner Propyläen am Königsplatz in den griechischen Nationalfarben blau-weiß erstrahlten, ist wahrscheinlich (was keine Schande ist) in der griechischen Geschichte wenig bewandert. Am 25. März 1821, also vor 200 Jahren, schloss sich Erzbischof Germanos von Patras und damit die Griechisch-Orthodoxe Kirche dem Aufstand der Griechen gegen die osmanischen Besatzer an.

Der Freiheitskampf der Helenen hatte besonders in Bayern damals einen Fürsprecher: König Ludwig I., erklärter Phillellene, unterstützte den Freiheitskampf, der in jahrelangen blutigen Schlachten ausgetragen wurde und erst 1832 mit der Ernennung von Ludwigs zweitgeborenen Sohn Otto zum griechischen König endete. Seitdem verbindet Bayern und Griechenland eine besondere Beziehung – nicht zuletzt leben auch 70 000 Griechen in Bayern, die Hälfte von ihnen in München.

Zum Jubiläum hat das griechische Generalkonsulat die Beleuchtungsaktion initiiert – und die Baudenkmäler sind natürlich nicht zufällig ausgewählt: die Propyläen wurden von Ludwig I. in Auftrag gegeben, das Olympiaturm symbolisiert den olympischen Geist, der ja in Griechenland seinen Anfang nahm.  mm

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