Herzpatient an der Grenze gestoppt

von Redaktion

Krankentransport aufgehalten – Unterschiedliche Meldezahlen bereiten Probleme

München – Wegen der Corona-Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze ist ein Krankentransport mit einem Herzpatienten eine halbe Stunde aufgehalten worden. Die deutschen Behörden sind von Seiten der Österreicher scharf angegriffen worden. Für die Beamten sei nicht zu erkennen gewesen, dass es sich um einen Notfall handelte, erläuterte das Polizeipräsidium in Kempten. Der Zwischenfall ereignete sich am 9. März, der Patient wurde nach der Ankunft in Füssen (Kreis Ostallgäu) sofort operiert. Wegen der unterschiedlichen Meldezahlen von Robert-Koch-Institut (RKI) und Landesamt für Gesundheit (LGL) sieht sich der Kreis Garmisch-Partenkirchen in der Bredouille. Das RKI wies gestern für den Landkreis einen Wert von 89 aus. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Zahlen des LGL korrekt sind, das von einer Inzidenz von 124,4 ausgeht. Das ist deshalb heikel, weil eine niedrigere Inzidenz unter anderem die Öffnung der Kitas und Kindergärten bedeuten würde. Nur noch ein bayerischer Landkreis liegt unter der bedeutsamen Inzidenz von 50. Das RKI wies am Donnerstag für den mittelfränkischen Stadtkreis Ansbach einen Wert von 35,9 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche aus. Alle anderen 95 kreisfreien Städte und Landkreise lagen über 50.

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