Tegernsee – Je sonniger der Frühling, desto voller die Mülleimer. Besonders am Tegernsee sind durch die vielen Ausflügler die Abfallberge besonders groß – obwohl die Bauhof-Mitarbeiter Sonderschichten einlegen. „Wir kommen einfach nicht mehr nach“, sagt der Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn (CSU).
Ein Problem sei vor allem der Bereich rund um den sehr beliebten Pizzabäcker, der sein Essen nun to go verkauft. „Viele kriegen es einfach nicht hin, die Pizzakartons so zu falten, dass sie in den Mülleimer passen“, berichtet Hagn. Er hat nun extra mehrere große graue Mülltonnen an der See-Promenade aufstellen lassen – dafür aber schon viel Kritik geerntet, weil sie kein Schmuckstück sind. Allerdings sehr nötig: Der Bauhof leert die Behälter mittlerweile zwei- bis dreimal am Tag.
Ein weiteres Problem: Die Menschen sitzen oft viel zu dicht auf den Parkbänken zusammen. Ohne Masken. Die örtliche Polizei wird vom Polizeipräsidium Oberbayern unterstützt, um genug Kontrollen durchzuführen. „Aber wir können nicht überall sein“, erklärt Andreas Loeffler von der Polizeiinspektion Bad Wiessee. Am vergangenen Wochenende sei der Ausflügler-Andrang am Tegernsee noch „im Rahmen“ gewesen, berichtet er. Für das Osterwochenende hat das Präsidium ein eigenes Konzept entwickelt.
Problematisch bleibt der Ausflugsverkehr. Um das schlimmste Chaos zu verhindern hat die Gemeinde Rottach-Egern teils die Zufahrt zum Sutten-Parkplatz dichtgemacht. Die Stadt Tegernsee hat beim Zweckverband bereits eine verstärkte Verkehrsüberwachung gebucht. CHRISTINA JACHERT-MAIER