4400 Mängel beim Corona-Arbeitsschutz

von Redaktion

München – Die Regierung von Oberbayern hat seit der Veröffentlichung der Corona-Arbeitsschutzregeln im vergangenen August rund 4400 Mängel in oberbayerischen Betrieben festgestellt. Das teilte die Behörde auf Anfrage mit. In der Arbeitsschutzregel ist etwa festgelegt, dass Arbeitgeber dafür sorgen müssen, dass im Betrieb die Abstandsregeln eingehalten werden oder dass die Mitarbeiter Masken tragen, wenn ausreichend Abstand nicht möglich ist. Daten darüber, in wie vielen Unternehmen in Oberbayern aktuell Homeoffice praktiziert wird, lägen der Behörde aber nicht vor, hieß es.

Seit August habe das Gewerbeaufsichtsamt rund 1400 Betriebskontrollen durchgeführt, teilte die Regierung von Oberbayern weiter mit. Allerdings nicht immer vor Ort, teilweise fänden die Überprüfungen auch auf schriftlichem oder telefonischem Weg statt. Der Schwerpunkt der Kontrollen liege in den Landkreisen und Städten mit den höchsten Inzidenzwerten, betonte ein Sprecher der Behörde.

Die gesamtbayerische Inzidenz sank gestern weiter auf 121. Die höchste Inzidenz wies die Stadt Hof auf mit einem Wert von 456 – bundesweiter Spitzenwert. Dort hieß es von einer Sprecherin der Stadt zuletzt, dass die meisten Ansteckungen im privaten Umfeld geschehen.

Im südlichen Oberbayern liegen derzeit elf Landkreise unter dem Inzidenzwert von 100. Das höchste Infektionsgeschehen weisen die östlichen Landkreise Mühldorf, Altötting und Traunstein auf. Das Robert-Koch-Institut weist aber weiter darauf hin, dass die Zahlen nach den Osterfeiertagen wegen einer geringeren Zahl an Tests und wegen des Meldeverzugs der Behörden ein verzerrtes Bild abgeben könnten. Erst nach den Ferien sei die Zahl der Tests wohl wieder auf einem vergleichbaren Niveau. kp/mm

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