Viele von uns Gefiederten haben im Frühjahr alle Flügel voll zu tun. Erst die Suche nach einem Partner, dann der Nestbau – das ist viel Arbeit. Bei uns am See haben Zweibeiner kürzlich ein paar neue Nistkästen aufgehängt, hoch oben an Bäumen. Darin ist bald darauf ein Spatzenpaar eingezogen. „Was für ein schönes Heim!“, schwärmte die Spatzenfrau. „Ein Glück, dass mein Mann das ergattert hat. Von so einer Luxuswohnung mit Seeblick können viele Vögel nur träumen.“ Sie erklärte uns genau, was ihr Heim zum Traumhaus macht. „Sie müssen sich nur mal diese Wände anschauen“, zwitscherte sie. „Alle aus Holz. Das ist viel besser als diese Plastikhäuser, in die manche Vögel einziehen. Ich könnte da nicht nisten.“ Darin sei das Wohnklima nicht gut: „Nachts schützen die Wände kaum gegen die Kälte und feucht wird es darin auch leicht.“ Denn anders als Holz halte Plastik die Feuchtigkeit in der Wohnung. „Wenn man Pech hat, verschimmelt einem das ganze Nest. Da bevorzuge ich Holz.“ Sie klopfte drei Mal mit dem Schnabel gegen die Wand.
Dabei hockte sie auf einem Holzstab, den die Zweibeiner unterhalb des Einflugloches angebracht hatten. „Sehen Sie“, zwitscherte die Spatzdame und zeigte auf den Stab. „Diese Zweibeiner haben wirklich an alles gedacht!“ Eure Paula