Bald beginnt die Wallfahrtszeit, auch in der berühmten Wieskirche. Die Kirche zum Gegeißelten Heiland wurde wie viele andere Kirchen und Klöster 1803 bei der Säkularisation vom bayerischen Staat zum Abbruch und zur Versteigerung freigegeben. Sie sollte 2519 Gulden erbringen, die Erbauungskosten der herrlichen Kirche betrugen aber 200 000 Gulden. Dass das Rokokokleinod der Nachwelt erhalten blieb, ist dem verzweifelten Kampf der Bauern im Pfaffenwinkel zu verdanken, die Geld und Gold sammelten und Bittschriften für die Erhaltung ihres Gotteshauses verfassten. König Max I. Joseph unterstützte sie nicht, er hatte an der Wallfahrtskirche im abgelegenen Pfaffenwinkel kein Interesse.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Heller Mondschein im April schadet den Blüten viel. Tiburtius kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck mit und Nachtigall.