München – Der Bayerische Landtag in München erhält seinen repräsentativen Haupteingang zurück: Im Spätsommer 2023 sollen die Besucher das Maximilianeum wieder von der Westseite mit ihrer prachtvollen Fassade betreten. Das teilte Landtagspräsidentin Ilse Aigner am Freitag mit. Der Anblick aus der Innenstadt auf den Landtag wird anschließend durch einen neu gestalteten Brunnenhof mit Grünflächen und einer Fontäne zusätzlich aufpoliert – entsprechend den ursprünglichen Plänen des Architekten Friedrich Bürklein.
Auch das Besucherfoyer wird neu gestaltet – ein halbrunder Raum, luftig, modern und offen. Mit weißen Wänden, die als Projektionsflächen dienen können, auf denen die Besucher schon nach dem Betreten des Gebäudes auf das „Erlebnis Parlament“ eingestimmt werden sollen. „Es wird sehr schön werden“, freut sich Aigner. Und es wird barrierefrei: Ab 2027 wird der Landtag per Lift über den neu gestalteten Brunnenhof erreichbar sein, der auch als öffentlicher Raum mit Sitzgelegenheiten gestaltet werden soll. Die Arbeiten am Maximilianeum sind umfangreich: Es geht um eine energetisch-technische Generalsanierung, die sich insgesamt über zehn Jahre erstreckten und 100 Millionen Euro kosten wird. Leitungen, Brandschutz, Haustechnik, alles muss erneuert werden. Allein die Neustrukturierung der Kellergeschosse wird mit 65 Millionen Euro veranschlagt. „Und das alles geschieht im laufenden Betrieb. Das ist schon eine große Herausforderung“, so Aigner. cm