Wenn ein Zweibeiner einfach drauflos quasselt, ohne lang zu überlegen, sagt ihr: „Er redet mal wieder, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.“ Wir Enten finden das lustig. „Wie die nur auf so was kommen!“, schnatterte meine Entenfreundin Klara. „Dabei sieht jedes Küken, dass Zweibeiner keine Schnäbel haben.“ Dennoch bedient ihr euch in eurer Sprache gern bei uns Gefiederten. „Da lachen ja die Hühner!“, sagt ihr, wenn ihr etwas besonders lächerlich findet. Denn Hühner haltet ihr für eher ungeschickt und nicht sehr klug: „Wollen Zweibeiner jemanden beleidigen, sagen sie sogar, er sei ein ,dummes Huhn‘“, quakte ich, als plötzlich Waldkauz Ulrich neben uns landete. „Klara! Gut, dass ich dich treffe“, krächzte er. „Ich mach nicht viel Federlesens: Mit dir habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen!“ Klara war empört. „Bei dir piept’s wohl! Wenn du ein Huhn fressen willst, musst du das allein rupfen. Außerdem bin ich mit Henne Berta befreundet.“ Ulrich winkte ab. „Deine Berta soll ihre Federn behalten“, kauzte er und erklärte uns, was er gemeint hatte. „So sagen es die Zweibeiner, wenn man mit jemandem noch eine Rechnung offen hat“, krächzte er. „Und die Amsel hat mir gezwitschert, dass du mich einen komischen Kauz genannt hast.“ Eure Paula