Immer weniger Schüler im Religionsunterricht

von Redaktion

München – Immer weniger Schüler in Bayern besuchen einen konfessionellen Religionsunterricht – sowohl absolut als auch anteilig. Waren es im Schuljahr 2009/2010 an allen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen noch 78,3 Prozent aller knapp 1,84 Millionen Schüler, die Religion als Fach gewählt hatten, hatten im Schuljahr 2019/2020 nur noch 66,5 Prozent der rund 1,65 Millionen Schüler Religion gewählt, teilte das bayerische Kultusministerium mit. Auch im Vergleich zum Jahr 2018/2019 sank die Zahl: Da lag sie noch bei 67,6 Prozent aller 1,66 Millionen Schüler.

Die Schülerzahlen im Freistaat sinken seit Jahren – die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Religion gewählt haben, nimmt im Vergleich dazu aber stärker ab, wie die Prozentzahlen zeigen.

In absoluten Zahlen sieht es folgendermaßen aus: Waren 2009/2010 noch 1,44 Millionen Kinder und Jugendliche für konfessionellen Religionsunterricht an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen angemeldet, waren es im Schuljahr 2018/2019 nur noch 1,12 Millionen und im Jahr 2019/2020 nur noch gut 1,09 Millionen – ein Minus von mehr als 345 000 Schülern in zehn Jahren.

Die Zahl der Religionslehrer ist in den vergangenen zehn Jahren ebenfalls deutlich gesunken. Waren 2009/2010 noch rund 21 900 Lehrer im konfessionellen Religionsunterricht in Bayern tätig, sank ihre Zahl bis zum Schuljahr 2019/2020 auf 19 900 – ein Rückgang um rund 2000 Lehrkräfte oder rund 9,13 Prozent. Für das Schuljahr 2020/2021 liegen noch keine Zahlen vor.  epd

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