Mit 2500 Mark fing einst alles alles. So hoch war die Pacht im Jahr 1946, als die Familie Preßmar ins Kinogeschäft einstieg. 14 Prozent des Umsatzes mussten sie abgeben. Kein Vergleich zu heute, mehr als sieben Jahrzehnte später. Insgesamt 100 000 Euro bieten Fritz und Christoph Preßmar den Hauseigentümern am Sendlinger Tor jährlich als Mindestpacht – trotzdem haben diese auf Räumung geklagt. „Ob sie darauf eingehen, dazu haben wir nichts gehört“, sagt Vater Fritz. Jetzt muss das Gericht entscheiden.
Die Eigentümer leben von der Pacht, doch an wen wollen sie vermieten? Gastro und Firmen sind durch den Bestandsschutz ausgeschlossen. Selbst wenn der Umbau zu Einzelhandelsflächen erlaubt wäre, würde das Millionen Euro kosten. Die Pacht würde zum Minusgeschäft.