München – In Bayern gelten für Corona-Kontaktpersonen seit diesem Donnerstag neue und teilweise verschärfte Regeln. Man habe das Kontaktpersonenmanagement angepasst, weil sich das Infektionsgeschehen derzeit wieder rasant ausbreite, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Nach Vorgabe des Robert Koch-Instituts (RKI) werde ab sofort nicht mehr in Kontaktpersonen der Kategorie 1 und 2 unterschieden, es gebe jetzt nur noch „enge Kontaktpersonen bestätigter Fälle“. Enge Kontaktpersonen müssten sich – wie zuvor in der Kategorie 1 – für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben.
Eine enge Kontaktperson ist jemand, der Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall hatte, wobei mindestens eine der drei definierten Risikosituationen bestand. Diese sind etwa der enge Kontakt unter 1,5 Metern und länger als zehn Minuten ohne adäquaten Schutz. Die zweite Risikosituation sind Gespräche ohne Mindestabstand und ohne adäquaten Schutz und unabhängig von der Gesprächsdauer, die dritte der gemeinsame Aufenthalt in einem Raum „mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole“.
Ausnahmen von den aktuellen Quarantäne-Regeln gibt es auch: Vollständig geimpfte Personen müssten ab dem 15. Tag nach der abschließenden Impfung keine Quarantäne mehr antreten. epd