Ingolstadt – Die Landesgartenschau in Ingolstadt soll an diesem Mittwoch auch ohne Publikum offiziell eröffnet werden. Wann Besucher zugelassen werden, ist derzeit völlig unklar. Die Veranstaltung ist nach Angaben der Organisatoren wie ein Botanischer Garten eingestuft worden. Demnach darf die Landesgartenschau erst öffnen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz mindestens drei Tage unter 100 liegt. Davon ist Ingolstadt weit entfernt: Zum Wochenanfang gibt es eine Inzidenz von knapp 185.
Eine nochmalige Verschiebung der Veranstaltung, die offiziell immer noch „Landesgartenschau Ingolstadt 2020“ heißt, sei kein Thema, sagte Sprecherin Stefanie Kraus. „Wir gehen davon aus, dass wir dieses Jahr öffnen.“ Neben Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) wird auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erwartet. Sollten später Besucher zugelassen werden, dann höchstens 2500 pro Tag im Freigelände. In den Ausstellungspavillons und der Blumenhalle wird die Zahl der Besucher ebenfalls beschränkt werden.
In Ingolstadt entstand für die Gartenschau im Nordwesten eine neue Grünanlage. Auf 23 Hektar wurde ein Landschaftspark mit 100 000 Pflanzen und 600 neu gepflanzten Bäumen angelegt. Dafür wurden 24 Millionen Euro investiert, die laufenden Kosten wurden mit 13 Millionen angesetzt. Regulär soll die Landesgartenschau bis 3. Oktober laufen.
Erstmals soll es in diesem Jahr sogar zwei Landesgartenschauen in Bayern geben. In Lindau am Bodensee ist vom 20. Mai bis zum 26. September eine kleinere Gartenschau geplant, die regulär für dieses Jahr vorgesehen war. Eine weitere Schau in Überlingen am Bodensee (Baden-Württemberg) ist vorläufig abgesagt. lby