Leuchttürme in Martinsried

von Redaktion

Ausbau der Biotechnologie – Freistaat gibt 500 Millionen Euro

München – Die Spitzenforschung in Biotechnologie soll am Uni-Campus Martinsried (Kreis München) in den nächsten Jahren ausgebaut werden. Der Freistaat wird das in den kommenden zehn Jahren mit bis zu 500 Millionen Euro unterstützen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einem Termin im Max-Planck-Haus am Hofgarten an. Er unterzeichnete dort zusammen mit Martin Stratmann, dem Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, eine Absichtserklärung („Memorandum of Understanding“). Söder erklärte, in Martinsried werde ein „europaweites Zentrum für Life-Science“ entstehen: Biomedizin, Bioökonomie, Molekular- und Neurobiologie zusammen mit Kliniken und Bio-Start-ups. Schon heute gibt es 100 Unternehmen in Martinsried. Es sollen noch mehr werden. „Das Projekt bietet Perspektiven für moderne, junge Arbeitsplätze.“

Kern des Vorhabens ist eine Fusion des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie und des in Seewiesen bei Pöcking (Kreis Starnberg) ansässigen Max-Planck-Instituts für Ornithologie zu einem neuen Institut für biologische Intelligenz. Der Standort Seewiesen – bekannt auch, weil Nobelpreisträger Konrad Lorenz dort in den 1950er-Jahren seine Forschungen mit Wildgänsen betrieb – soll dabei erhalten bleiben.

Die Max-Planck-Gesellschaft erwägt zudem, ihr bisher auf dem Campus der TU in Garching angesiedeltes Rechenzentrum auf den Standort Martinsried zu erweitern. Außerdem ist in Martinsried nahe der künftigen U-Bahn-Haltestelle ab 2023 der Bau eines „transparent gestalteten“ Begegnungszentrums für Wissenschaft und Öffentlichkeit geplant.  dw

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