München – 200 Millionen Euro will die bayerische Staatsregierung in den nächsten zehn Jahren in die Wiedervernässung des Donaumooses zwischen Ingolstadt, Neuburg an der Donau und Pöttmes investieren. „Ziel ist es, langfristig jährlich rund 400 000 Tonnen CO2 einzusparen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gestern.
Moore seien nicht nur CO2-Tresore, sondern auch Schatzkammern der Artenvielfalt und Wasserspeicher, betonte Umweltminister Thorsten Glauber (FW). Bis 2030 soll auf einer Fläche von 2000 Hektar ein ganzes Bündel von Wassermanagementmaßnahmen, die dem Klimaschutz und dem Torferhalt dienen, umgesetzt werden. Glauber kündigte auch einen zügigen Entwurf für ein überarbeitetes bayerisches Klimaschutzgesetz an.
Der Landesbund für Vogelschutz zeigte sich begeistert von den „spektakulären Plänen“. Bauernpräsident Walter Heidl mahnte, es dürfe nicht über die Köpfe der Eigentümer hinweg entschieden werden. mm