In den Tagen vor Christi Himmelfahrt, auch „Kreuz- oder Bittwoche“ genannt, erreicht das Wallfahren einen Höhepunkt. Ziele sind meist nahe gelegene Kirchen, aber auch weiter entfernte Gnadenorte wie Altötting, Vierzehnheiligen und die Wieskirche bei Steingaden. Auf dem gemeinsamen Weg fügen die Wallfahrer in die Gebete auch immer wieder die Fürbitte für eine gute Ernte ein. Die bayerische Wallfahrtsfrömmigkeit steht in einer Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. An die Stelle der fernen Wallfahrtsziele Rom und Jerusalem, die nur wenige erreichen konnten, traten schon im 15./16. Jahrhundert leichter erreichbare Gnadenorte in der Heimat. Zu einer Wallfahrt gehört traditionell auch die gemeinsame Einkehr am Wallfahrtsort in einer Wirtschaft.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Mitte Mai ist der Winter vorbei.
Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.