Känguru-Jagd in Niederbayern

von Redaktion

VON MARKUS CHRISTANDL

Wildenberg – So ein Känguru kann ganz schön weit springen, und das auch noch schnell hintereinander. Das macht es im australischen Outback genauso wie im Kelheimer Hinterland. Seit Tagen gibt es immer wieder Sichtungen des Beuteltieres rund um die niederbayerische Gemeinde Wildenberg. Dort hüpfte es zunächst in einem Rapsfeld herum. Eine Streife der PI Mainburg bestätigte den Sachverhalt, die Feuerwehr Wildenberg wurde gerufen. „Wir haben dann versucht, mit der Mannschaft das Känguru im Feld einzukreisen“, sagt Kommandant Christoph Hirsch. Bis auf drei Meter gelang es, sich dem Beuteltier zu nähern. „Und dann zeigte das Känguru, wie schnell es sein kann. Es hat das Weite gesucht.“

Verstärkung musste her, schließlich bildeten 50 gestandene Niederbayern eine Menschenkette, die sich auf ein Waldstück zubewegte. In dem harrte das Känguru aus. Kaum drang aber die Feuerwehr in den Sicherheitsradius des Tieres ein – ein Hüpfer, weg war es. Adäquate Handlungsstrategien fehlen: „So was lernt man an keiner Feuerwehrschule.“ Möglicherweise muss nun ein Tierarzt eingreifen – um das Känguru zu betäuben.

Woher das Beuteltier kommt, gibt der Polizei weiter Rätsel auf. „Bei den Tierparks in der Umgebung wird kein Känguru vermisst“, sagt ein Sprecher.

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