München – Wegen Corona hat das Kultusministerium das Abitur um zwei Wochen verschoben, aber jetzt gibt es kein Zurück mehr: Am Mittwoch geht’s los. 34 700 Abiturienten in Bayern starten in ihre Prüfungen. Als erstes steht Deutsch an, am 18. Mai Mathe und drei Tage später eine Fremdsprache (meist wahlweise Englisch oder Französisch) – in diesen drei Fächern werden alle Schüler geprüft. Zwei weitere Prüfungsfächer können sie frei wählen.
Das Abiturjahr ist alles andere als normal: Seit Monaten können die Abiturienten nur in den Wechselunterricht gehen – und wo die Inzidenzen hoch sind (wie in Hof), nicht einmal das. „Um das Prüfungsgeschehen vor dem Hintergrund der Hygienemaßnahmen zu entzerren“, wie das Kultusministerium erklärt, erhalten die Schüler für alle Prüfungen 30 Minuten mehr Zeit als üblich. Ungewöhnlich ist, dass die Abiturienten an Prüfungstagen aufgrund eines Gerichtsurteils von der Corona-Testpflicht befreit sind. Masken sollen sie aber auf haben – wobei es Ausnahmen gibt: Bei den mündlichen Prüfungen können die Lehrer, um Sprachfertigkeit und die „non-verbale Kommunikation“ zu beurteilen, auf die Maskenpflicht verzichten.
Die Prüfungen enden nach Pfingsten am 14. Juni, das Abiturzeugnis wird am 16. Juli ausgeteilt – zu hoffen ist, dass die Feiern dann nicht nur virtuell stattfinden werden. dw