von Redaktion

Wuusschh, hektisch flatterte meine Entenfreundin Klara an den See. Sie schnatterte: „Agnes! Paula! Ein Monster verfolgt mich, es fliegt und hat riesige Augen!“

Ich schaute mich um,und sah das Ungeheuer: Herbeigeflattert kam ein Schmetterling. „Quakquak, du Angstente!“, brach ich in schallendes Gequake aus.

„Ich hätte schwören können, der hat mich angestarrt“ quakte Klara. „So unrecht hast du da gar nicht, das ist nämlich ein Tagpfauenauge. Die Musterung auf seinen Flügeln soll falsche Augen darstelle“, quakte Agnes. Ich schnatterte voll Verwunderung: „Aber warum das denn?“

„Das nennt man Mimikry, es bezeichnet das Nachahmen von Aussehen, Geräuschen oder auch Gerüchen in der Tierwelt und dient beispielsweise zur Verteidigung. Dabei täuscht der Fälscher einen Gegner und kann so zum Beispiel einem Feind entkommen, der vielleicht Hunger hat“, schnatterte Agnes. „Die Mimikry ist ein Ergebnis der Weiterentwicklung einer Spezies über mehrere Generationen. Doch nicht nur die Fälscher, sondern auch die Getäuschten lernen dazu, so durchschauen die Jäger die Tricks ihrer Beute mit der Zeit“, quakte Agnes.

Eure Paula

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