Per Ole Björvik (18), Albert-Einstein-Gymnasium München-Harlaching;
„Wir hatten seit Mitte Februar Wechsel-Unterricht und die Lehrer kriegen das unterschiedlich gut hin. In Deutsch zum Beispiel hat es gut geklappt, in Mathematik fand ich es schwieriger. Also die Qualität des Unterrichts war schon teilweise problematisch. Ich lerne täglich so drei bis vier Stunden. Wenn ich keine Schule habe, dann noch etwas mehr.
Vor allem in Deutsch hoffe ich auf einen guten Start und ein gutes Thema bei der Erörterung. Im letzten Jahr war die Frage: „Lohnt sich ein Theaterbesuch für junge Menschen?“ -– puh, da würde mir zu diesem Thema nicht allzuviel einfallen.
Ich finde aber, insgesamt ist die Situation nicht so schlimm. Der Start des Abis wurde ja um zwei Wochen nach hinten geschoben. Dadurch haben wir zwischen den schriftlichen Prüfungen und den Kolloquien zwei Wochen Pfingstferien. Das ist schon cool, das macht es deutlich entspannter.
Aber klar: Corona hat uns viel Spaß gekostet, wenn ich da nur an unsere Motto-Wochen denke, da fiel viel Witz und auch Alkoholkonsum weg. Aber es ging halt nicht anders. Ich bin ja selbst Sanitäter, bin auch schon zwei Mal geimpft und helfe im Impfzentrum aus. Da ist mir die Problematik schon bewusst.
Aber wir sind Optimisten: Wir hoffen, dass wir als Stufe, circa 100 Leute, den Abiball zusammen feiern können – wenn es gut läuft, dann darf sogar ein Elternteil mit. Abifahrten sind auch geplant – in kleinen Gruppen, jeweils zehn bis fünfzehn Leute. Ich will dann nach Kroatien.“
Aufgezeichnet von Dirk Walter