„Das Lernen im Lockdown war speziell“

von Redaktion

Jana Schröder (18), Anne-Frank-Gymnasium Erding:

„Wir haben bis zum letzten Tag vor den Prüfungen Unterricht. Und zwar gemeinsam in der Schule, bei uns werden die Kurse auf mehrere Räume verteilt. Das klappt eigentlich ganz gut: In einem Klassenzimmer unterrichtet der Lehrer, die anderen Räume sind per Video zugeschaltet. Unsere Lehrer wechseln dann regelmäßig die Räume, fragen nach und beantworten natürlich Fragen. Ich habe nur noch Unterricht in den Fächern, in denen ich schriftliche Prüfungen habe – also ist der Stundenplan mittlerweile relativ leer.

Ich schreibe Abi in Mathematik, Deutsch und Französisch, meine mündlichen Prüfungsfächer sind Biologie und Religion. Am meisten Spaß macht mir Deutsch, aber am sichersten fühle ich mich in Französisch. Das wollte ich eigentlich fürs Colloquium nehmen, aber meine Lehrer haben mir zu Biologie geraten. Vor dieser Prüfung hab’ ich den allermeisten Respekt: Denn, vor zwei Lehrern stehen, referieren und Fragen beantworten, das ist ungewohnt. Über die mündlichen Prüfungen mache ich mir aber erst Gedanken, wenn die schriftlichen vorbei sind. Auf die bereite ich mich mit einem wöchentlichen Lernplan vor. Gerade lerne ich ziemlich viel, rund sechs Stunden am Tag, das ist schon anstrengend.

Ein Probeabitur haben wir auch geschrieben, in Mathematik, dafür waren wir dann einen Samstag in der Schule. Aber das fand ich gut, ich habe dabei gemerkt, dass ich noch nicht ganz perfekt vorbereitet bin. Ich bin ziemlich ehrgeizig und will einen guten Einserschnitt schaffen. Ich lerne gern, aber das Lernen im Lockdown war schon sehr speziell. Zumindest in einer Hinsicht ist uns Corona aber zugutegekommen: Es gab nur zwei Klausurphasen, also war es nur zweimal richtig stressig.“

Aufgezeichnet von Kathrin Brack

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