Bob Marleys letzte Adresse

von Redaktion

Reggae-Legende ließ sich bis zu seinem Tod in Bayern behandeln

Rottach-Egern – Heute jährt sich der Todestag von Bob Marley zum 40. Mal. Der Reggae-Sänger starb auf dem Rückweg von Rottach-Egern im Kreis Miesbach nach Jamaika. Er war wegen seiner Gesundheit nach Bayern gereist. Seine New Yorker Ärzte hatten den an Krebs erkrankten Weltstar aufgegeben. Marley hatte sich ein paar Jahre zuvor gegen die Amputation seines Zehs entschieden. Es bildeten sich Metastasen in Leber, Lunge und Gehirn. Marley wollte den Mediziner Dr. Josef Issels konsultieren, der für seine alternative Krebsbehandlung bekannt war. Er wurde aber nicht nur stationär in der Klinik behandelt, sondern mietete für sich und seine Begleiter für vier Monate ein Haus in Rottach-Egern. Sein damaliger Nachbar Otto Lederer, erinnert sich an Gespräche über den Gartenzaun. Einmal habe Marley seiner Frau sogar die Einkäufe nach Hause gefahren und vor die Tür gestellt, erzählt der 91-Jährige. „Er war sehr höflich und freundlich.“ In Rottach-Egern hatte sich schnell herumgesprochen, dass der Weltstar zu Gast war. Marley schaute gern den Fußballern beim Training zu. Er saß auch oft vor dem Rathaus auf einer Bank und rauchte in der Öffentlichkeit einen Joint.

Doch auch Issels Therapie konnte ihm nicht helfen. Marleys letzter Wunsch war es, in Jamaika zu sterben. Den Weiterflug von Miami konnte er nicht mehr antreten. Er starb dort mit 36 in einem Krankenhaus.  ak

Artikel 4 von 11