von Redaktion

Karpfen Franz-Josef ist schon ein ziemlich glitschiger Hund, schnattere ich euch. Er wollte mich vor ein paar Tagen mit einer falschen Beere in den See locken.

„I hob ma denkt, i zoag eich amoi a guads Beispui für a Lockmimikry“, blubberte Franz-Josef stolz. „I hob Verwandte im Ozean, die kenna si damit guad aus. Kumm, Agnes, du woast bestimmt, wen i moan“, fügte der Karpfen hinzu.

„Na gut, ich denke, Franz-Josef meint den Seeteufel. Er wird auch Anglerfisch genannt und verwendet ebenfalls Mimikry – also das tierische Prinzip der Nachahmung und Täuschung von Beute oder Fressfeinden“, schnatterte Agnes.

Schmetterlinge, die sich mit falschen Augen auf den Flügeln schmücken, nutzen Schutzmimikry, indem sie die Täuschung anwenden, um sich vor Feinden zu schützen. „Der Seeteufel aber hat anderes in seinem Fischkopf, er nutzt die Täuschung, um ein Opfer reinzulegen und anzulocken“, schnatterte Agnes. Mithilfe seiner Rückenflosse, an der ein roter Bommel hängt, der wie eine saftige Beere oder ein leckerer Wurm aussieht, lockt er Beute an, um sie dann mit seinem riesigen Mund regelrecht einzusaugen. Eure Paula

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