Unterhaching – Weil Fans derzeit nicht ins Stadion dürfen, hielten sich am Samstag mehrere Hundert Fans von Hansa Rostock vor dem Unterhachinger Sportpark auf. Zuvor hatten sie versucht, gewaltsam ins Stadion einzudringen, scheiterten jedoch: Die Polizei, die zum Teil mit Flaschen beworfen und mit Fußtritten angegriffen wurde, setzte Pfefferspray und Schlagstöcke ein, um ein Eindringen ins Innere zu verhindern. So feuerten die Fans vom Parkplatz aus ihre Mannschaft bei dem Drittliga-Auswärtsspiel gegen die SpVgg Unterhaching an.
Hansa Rostock gewann mit 1:0, steht damit vorrübergehend an der Tabellenspitze und vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch das Nachspiel der Partie hinterlässt einen faden Geschmack. Zunächst begleiteten 30 Autos und Kleinbusse den Rostocker Mannschaftsbus auf der Rückfahrt. Kurz vor 18 Uhr artete der Konvoi jedoch am Autobahndreieck Holledau tumultartig aus: Der Fanpulk verlangsamte die Fahrt bis zum Stillstand, blockierte alle drei Fahrspuren und brachte den Mannschaftsbus zum Stehen. Teils alkoholisiert bejubelten die Fans die Profis, schwenkten Fahnen, zündeten Bengalos – und lösten einen Großeinsatz der Polizei aus: Innerhalb kurzer Zeit rückten mehr als 200 Einsatzkräfte der Polizei an. Sie lösten die Verkehrsbehinderung auf, ließen den Teambus passieren und nahmen von 17 Fans die Personalien auf. Sach- oder Personenschäden sind nicht bekannt.