Riesending-Höhle kommt ins Kino

von Redaktion

Bischofswiesen – Die Riesending-Schachthöhle ist die tiefste und längste Höhle Deutschlands. Bundesweit bekannt wurde sie 2014, als der Höhlenforscher Johann Westhauser mit einem aufwendigen Einsatz aus der Tiefe gerettet werden musste. Nun kommt die Höhle ins Kino. In den vergangenen Jahren hatten dort bereits Filmteams zu Dokumentationszwecken gedreht.

Die Höhle wurde vor rund 20 Jahren entdeckt. Der Eingang befindet sich auf Bischofswiesener Gemeindegebiet im Berchtesgadener Land. Im Untersberg verborgen liegen rund 400 Höhlen und etliche Dolinen. Der Berg ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Durch die Rettungsaktion Westhausers wurde damals bekannt, wo der Eingang liegt. Die Gemeinde befürchtete damals, dass die Höhle zur Pilgerstätte für Alpinisten werden könnte. Aus Sicherheitsgründen hatten die Bayerischen Staatsforsten, die Grundstückseigentümer sind, deswegen eine Gitterkonstruktion am Eingang errichtet lassen. Das Betreten der Höhle ist per Verordnung verboten. Einzige Ausnahme: Forschungszwecke, die bei der Gemeinde beantragt werden müssen. Rund zweimal jährlich erhält die Gemeinde Anfragen von Höhlenforschern und Expeditionsgruppen – darunter waren auch die Film-Teams, die das Doku-Material für den Kinofilm gesammelt hatten. Ihnen war dafür mehrfach Einlass in die Höhle gewährt worden. Der Film soll noch dieses Jahr in die Kinos kommen.  kp

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