Agnes und ich saßen verträumt am Seeufer, als Waschbär Waldemar zu uns angetrottet kam. „Sagt mal, ihr zwei Enten“, brummte unser Waschbärfreund, als er sich neben uns hinsetzte. „Was sind denn Kuckuckskinder?“
Verwundert schauten Agnes und ich uns an. „Wie kommst du denn auf Kuckuckskinder?“, schnatterte ich erstaunt los. „Ich habe den Begriff beim Morgenspaziergang im nahe gelegenen Dorf von zwei älteren Herren aufgeschnappt“, brummte Waldemar weiter. Ich überlegte kurz und erklärte dann: „Also Kuckuckskinder nennen die Menschen Kinder, die den Eltern sozusagen untergeschoben wurden. Die Eltern ziehen diese Kinder groß und halten sie für ihre eigenen, obwohl sie es nicht sind.“ „Und warum benennen die Menschen diese Kinder dann nach einem Vogel?“, fragte unser Waschbär nach. „Der schlaue Kuckuck macht nämlich genau das“, schnatterte Agnes los. „Das Kuckucksweibchen legt seine Eier in fremde Nester. Bevor das Kuckucksweibchen sein Ei im fremden Nest ablegt, beobachtet es das Nest genau. Und sobald die fremde Vogelfrau seine Eier gelegt hat und das Nest für kurze Zeit verlässt, legt das Kuckucksweibchen ihr Ei in Sekundenschnelle dazu.“ Eure Paula