Prozess beginnt: Dreifachmord aus Waffengier

von Redaktion

Starnberg – Waffengier und chronischer Geldmangel: Diese Gründe führten zum Dreifachmord von Starnberg. Ab 23. August müssen sich zwei Männer vor dem Landgericht München II verantworten. Der Prozess ist auf 50 Verhandlungstage angesetzt, 170 Zeugen werden gehört. Es wird im Hochsicherheits-Saal des Gefängnisses München-Stadelheim verhandelt.

Der Hauptangeklagte (21) hatte in einer Januarnacht 2020 seinen zwei Jahre älteren Freund und dessen Eltern (60 und 64 Jahre) in deren Haus in Starnberg erschossen. Es sollte wie ein Mitnahme-Suizid des Sohnes aussehen. Doch die Polizei ließ sich von der Inszenierung nicht täuschen. Vermutlich hatte der Täter seinem Freund mehrere Waffen entwenden wollen, um sie zu verkaufen, und deshalb den Mord geplant. Doch der Freund war nicht alleine daheim. Deshalb erschoss der 21-Jährige auch dessen Eltern. Weil er weder Führerschein noch ein Auto besaß, chauffierte ihn ein mitangeklagter Komplize zum Tatort. Die beiden Männer überfielen wenige Tage später noch einen Supermarkt und erbeuteten 1640 Euro.  wal

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