„Puh, ist das eine Hitze heute“, schnatterte Agnes vor ein paar Tagen. Wir watschelten zum Teich, um uns ein wenig abzukühlen. Als wir am Ufer angekommen waren, drehte sich Klara um und quakte: „Merkwürdig, ich hätte schwören können, dass die Weide dort vorne viel näher am Wasser steht.“ „Du hast recht“, pflichtete ich ihr bei. „Die stand vor Kurzem noch direkt neben dem Teich.“ Klara wirkte verwirrt: „Aber der Baum kann sich ja nicht bewegen“, schnatterte sie.
„Der Baum nicht“, meldete sich Agnes zu Wort : „Nicht die Weide hat sich von der Stelle bewegt, der Teich hat sich verändert.“ Wie denn das, wollten Klara und ich wissen.
„Nun, das ist doch völlig klar“, hob Agnes an. „In den Wintermonaten fällt mehr Regen, die Sonne scheint weniger, also ist auch die Verdunstung viel geringer. Verdunstung heißt, dass Wasser vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Es verlässt den Teich und steigt in den Himmel auf. Das nennt man den Wasserkreislauf, und den gibt es überall auf der Erde. Aus den Meeren verdunstet Wasser, das so in die Atmosphäre gelangt. Dieses verdunstete Wasser kommt dann in Form von Tau, Regen, Hagel oder Schnee wieder auf die Erdoberfläche zurück“. Eure Paula