Schulen offen halten

von Redaktion

Eltern-Initiative appelliert an die Staatsregierung

München – Eine Initiative von Eltern aus München und Umgebung fordert, dass die bayerische Staatsregierung künftig die Schulen „mit aller Priorität“ bei neuen Infektionswellen offen hält. Dies müsse „als oberstes Ziel definiert“ werden, schreibt die Unternehmerin Dörte Kaschdailis aus München in einem offenen Brief an die Staatsregierung. Dem Appell der Mutter zweier Kinder haben sich weitere Eltern aus München und Stockdorf (Kreis Starnberg) angeschlossen. Sie sind aufgeschreckt durch die jüngste Äußerung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der die Rückkehr zum Wechselunterricht im Winter für wahrscheinlich hält.

Es gehe darum, dass die Staatsregierung aus der Pandemie lerne, sagt Dörte Kaschdailis. Sollten die Infektionszahlen wieder ansteigen, müssten „kreative Maßnahmen“ ergriffen werden, um die Schulen offen zu halten. Es gebe schließlich Turnsäle, Veranstaltungsräume, Messehallen und andere Ausweichmöglichkeiten.

Zweitens seien alle Schulen mit High-Speed-Internet auszustatten, drittens müssten digitale Lehr- und Lernkonzepte in den Hauptfächern unabhängig von der Pandemie dauerhaft in den Schulen verankert werden. Auch die Ausstattung aller Schulen mit Luftfilteranlagen sei wichtig.

Gerade um diesen Punkt gibt es immer wieder Streit: Erst gestern stellte sich Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) auf den Standpunkt, der Einbau der Anlagen sei Sache der Kommunen – der Freistaat sei über sein Ministerium nur Zuschussgeber. „Es hindert niemand die Kommunen, dort tätig zu werden“, sagte Piazolo der dpa. Die SPD im Landtag rief die Staatsregierung dazu auf, die Sommerferien zum Einbau der Luftfilteranlagen zu nutzen. DIRK WALTER

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