„Er war tief bewegt“

von Redaktion

Domspatzen besuchen Benedikt XVI.

Rom/Regensburg – Mit schwacher Stimme, aber geistig fit und humorvoll – so beschreibt ein Sänger der Regensburger Domspatzen den emeritierten Papst Benedikt XVI. Sechs frühere Chorknaben hatten den 94-Jährigen anlässlich dessen 70-jährigen Priesterweihe-Jubiläums im Vatikan besucht. Dort gestalteten sie zwei Gottesdienste in der Hauskapelle des Klosters, in dem Benedikt XVI. lebt, und waren zu einer Plauderrunde mit dem einstigen Kirchenoberhaupt in dessen Wohnzimmer eingeladen.

Benedikts Bruder Georg Ratzinger, der im vergangenen Jahr starb, war von 1964 bis 1994 bei den Domspatzen Domkapellmeister. Der Kontakt zwischen ihm und vielen ehemaligen Schülern sei danach bestehen geblieben, berichtet Tobias Appl. Der Besuch der Gruppe habe beim früheren Papst viele Erinnerungen an die damalige Zeit und an seinen Bruder geweckt. „Er war tief bewegt“, sagt Appl.

Dreimal seien sie an zwei Tagen mit Benedikt XVI. zusammengekommen. Benedikts Stimme sei wechselhaft. Manchmal sei sie kräftig und dann wieder brüchig und kaum zu verstehen. Benedikt habe von seiner Priesterweihe erzählt, es habe viel zu lachen gegeben. „Er ist ein sehr humorvoller Mensch.“  lby

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