Balztoller Auerhahn umgesiedelt

von Redaktion

Tier lebt nun im Mangfallgebirge – mit weniger Besuchsverkehr

Lenggries – Ein balztoller Auerhahn, der sein Revier auf der Terrasse einer Berghütte bei Lenggries bis zur Erschöpfung verteidigt hatte, ist in ein ruhigeres Gebiet umgesiedelt worden. Dass bei den vom Aussterben bedrohten, eigentlich sehr scheuen Auerhähnen in der Balzzeit die Hormone verrückt spielen, ist normal, wie die Landratsämter Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach gestern berichten. In seltenen Fällen werde ein Hahn aber balztoll. Er verliert dann die Scheu vor dem Menschen, den er zudem als Konkurrenz wahrnimmt, und verteidigt seinen Balzplatz.

Der Auerhahn auf der Lenggrieser Hütte hatte sich seit Mai ebenfalls angriffslustig verhalten und war zunehmend erschöpft. Der Hahn wurde deshalb vorsichtig eingefangen und in ein ruhiges Gebiet im Mangfallgebirge mit weniger Besucherverkehr und geringer Konkurrenz anderer Hähne gebracht. „Am neuen Standort ist er nun deutlich entspannter“, hieß es.  va/lby

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