München/Nauen – Nach drei Jahren in Folge sind die Landwirte in Deutschland vorsichtig optimistisch. „Die Getreideernte wird rund fünf Prozent über dem Ergebnis von 2020 liegen“, sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, am Mittwoch im brandenburgischen Nauen zum Ernteauftakt.
Wetterextreme belasteten die Landwirtschaft, sagte Rukwied. Es müssten starke Trockenperioden, aber auch starker Regen mit Hagel, dazu auch Frost verkraftet werden. In Teilen Norddeutschlands habe Hitze Schäden in den Beständen verursacht. Auf 66 000 Hektar seien nach letzten Erhebungen bundesweit durch Hagel große Schäden angerichtet worden.
Nach der Hitze in den vergangenen Wochen habe sich die Lage in vielen Regionen nun entspannt, sagte der Bauernpräsident. Mit dem Regen würden die Grundlagen für die gute Entwicklung der Herbst-Kulturen wie Mais, Rüben und Gemüse gelegt. „Die Bauern haben ein Lächeln im Gesicht“, sagte Rukwied. Jetzt gehe es darum, was auf dem Halm stehe, in guter Qualität einzubringen.
Nach drei trockenen Jahren hoffen die Bauern bundesweit auf eine ordentliche Ernte. Wie die Ernteaussichten in Bayern sind, darüber will der Bauernverband gemeinsam mit Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montag informieren. dpa