Gmunden/Ramsau – Eine Frau aus Pfarrkirchen (Kreis Rottal-Inn) hat in den österreichischen Alpen einen 150 Meter tiefen Sturz überlebt. Die 78-Jährige war am Samstag am Kleinen Schönberg in Gmunden im Salzkammergut mit ihrer 54-jährigen Tochter vom Weg abgekommen und über mehrere Felsstufen gestürzt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA gestern berichtete. Die Frau erlitt schwere Verletzungen.
Die 78-Jährige war dem Bericht zufolge während einer Bergtour in steiles, mit Felsen durchsetztes Waldgebiet geraten, ausgerutscht und mehrfach hart auf Feststufen aufgeschlagen, bevor ein quer liegender Baumstamm ihren Fall stoppte. Ihre Tochter rief im Schock ihren Ehemann an, der die Bergrettung verständigte. Nach einer wegen des unzugänglichen Geländes schwierigen Bergung wurde die 78-Jährige in ein Krankenhaus gebracht.
Ein 58-Jähriger ist am selben Tag beim Bergsteigen in den Berchtesgadener Alpen ebenfalls vom Weg abgekommen, abgestürzt und ums Leben gekommen. Der dritte tödliche Bergunfall in der Region binnen einer Woche passierte am Samstagmittag zwischen kleinem Watzmann und Erstem Watzmannkind. Mit seinen Begleitern wollte der 58-Jährige aus dem Kreis Freyung-Grafenau über das sogenannte Kriechband auf den kleinen Watzmann steigen. Im Zustieg verfehlten sie in brüchigem und unübersichtlichem Gelände den eigentlichen Weg, wie es hieß. Beim Versuch, ein Stück abzuklettern, rutschte der Mann aus. Er stürzte etwa 60 Meter ab. In einer Schuttrinne blieb er liegen. Seine Begleiter setzten sofort einen Notruf ab – doch der Notarzt aus einem österreichischen Rettungshubschrauber konnte nur den Tod feststellen. Erst Mitte vergangener Woche war in den Berchtesgadener Alpen ein 71-Jähriger tödlich verunglückt.
Am Samstag zuvor war ein Tourist aus den USA auf dem Jenner (1874 Meter) knapp unterhalb des Gipfelkreuzes in den Tod gestürzt. mm/lby/apa