Neue Einnahmequellen gesucht

von Redaktion

Wegen Corona: Viele Kliniken schreiben rote Zahlen

München – Die Corona-Inzidenzzahlen steigen wieder – auch im südlichen Oberbayern, allerdings auf moderatem Niveau. Spitzenreiter ist dabei der Kreis Starnberg. Die dortige Sieben-Tage-Inzidenz wurde gestern vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 15,4 angegeben und ist damit fast doppelt so hoch wie noch am Freitag (8,0). Unter den 412 Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands liegt Starnberg damit auf Position 16, die Stadt Hof ist mit 24,0 Spitzenreiter. Corona hat viele bayerische Krankenhäuser in eine finanzielle Schieflage gebracht. Allerdings befanden sich viele Kliniken schon vor der Pandemie in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Der Deutsche Städtetag schätzt, dass im vergangenen Jahr vier von fünf öffentlich-rechtlichen Häusern rote Zahlen schrieben. Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen hat man bei der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) kreativ einen Maßnahmenkatalog erarbeitet. Ein Teil davon ist der Vorschlag, Nicht-Notfallpatienten künftig auch ohne Übernachtung ambulant behandeln zu können. Dies ist bisher im Wesentlichen den niedergelassenen Ärzten vorbehalten. „Krankenhäuser können immer mehr komplexe klinische Behandlungen ohne obligatorische Übernachtung anbieten“, sagt BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen.

Die Zahlen der Grafik können von denen der örtlichen Gesundheitsämter abweichen. prei/dpa

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