München – Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 276 neu infizierte Menschen. Vor einer Woche waren es noch 10. Die Inzidenz für den Freistaat, die angibt, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen infiziert haben, liegt nach RKI-Angaben bei 14,4. Vor einer Woche hatte das RKI noch eine Inzidenz von 10,9 errechnet.
Die höchste Inzidenz weist nach wie vor der Landkreis Berchtesgadener Land mit 55,7 auf. Hier greifen von heute an wieder strengere Regeln. Dahinter folgen die Stadt Aschaffenburg (38,0) und der Landkreis Miltenberg in Unterfranken mit 28,7.
Keine Neu-Infektionen mit Sars-CoV-2 wurden in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis Kronach sowie in den Städten Memmingen und Schwabach gemeldet. Die Daten gaben den Stand des RKI-Dashboards von 3.13 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.
Der Regionalbischof im evangelischen Kirchenkreis München und Oberbayern, Christian Kopp, hat sich verwundert über Impfverweigerer geäußert. Wir sitzen hier in einem der reichsten Länder der Erde und können unseren Beitrag bringen, dass diese Pandemie in den Griff kommt“, sagte Kopp laut Predigtmanuskript am Sonntag bei einem ökumenischen Gottesdienst in Andechs. Da es jetzt Impfstoff gegen Covid-19 gebe, solle man loslegen – „nicht nur wegen uns, wegen aller anderen“. Kopp sprach sich für eine stärkere Wahrnehmung von Weltverantwortung aus. Wer Gott als den Schöpfer allen Lebens sehe, müsse zwingend den Worten Taten folgen lassen und sich etwa für den Erhalt des Planeten und aller Lebewesen einsetzen.
Besondere Impfaktionen gab es auf dem Volksfestplatz in Nürnberg und auf der Bergstation des Jenner bei Schönau am Königssee. lby/epd