Wieder Kornkreis aufgetaucht – erste Besucher schon vor Ort

von Redaktion

Buchendorf/Oderding – Sie spüre schon die „wärmenden Energien aus der Kornkreismitte“, sagt eine junge Mutter aus Rosenheim. Sie ist mit ihrem Sohn und ihrem Mann bis nach Buchendorf im Kreis Starnberg gefahren, als sie gehört hatte, dass dort ein Kornkreis aufgetaucht ist. Der Kreis befindet sich auf einem Weizenfeld des Buchendorfer Landwirts Thomas Ruhdorfer. Er sagt, er habe vor einer Woche erfahren, dass auf seinem Feld ein Kornkreis entstanden ist, nachdem ihm ein Bekannter ein Drohnenluftbild zugeschickt hatte. Er sei völlig überrascht gewesen.

Mittlerweile pilgern immer mehr Menschen zu dem Kornkreis, Neugierige und Esoteriker sind unter ihnen, die Autokennzeichen verraten, dass sie bis aus Berlin oder aus der Schweiz angereist sind. Um die Ernteausfälle auf seinem Feld etwas auszugleichen, hat Ruhdorfer eine Spendenbox aufgestellt. Den Schaden wegen der umgeknickten Ähren hat er bei der Polizei gemeldet, er beziffert ihn auf mehrere Tausend Euro. Außerdem hat er Ein- und Ausgang zum Kornkreis beschildert, damit sein Weizen nicht noch weiter zertrampelt wird.

Wer für den Kornkreis verantwortlich ist, ist unklar. Es gebe eben unerklärliche Dinge, sagt eine Besucherin. Auf Youtube, wo ein Nutzer ein Drohnenvideo hochgeladen hat, wird schon über Grüße aus dem All spekuliert. Gärtner Helmut Klug, Gründer des Seeshaupter Schaugartens, hat sich ebenfalls ein Bild von dem Kornkreis gemacht – und geht schwer davon aus, dass hier Menschen am Werk waren. Der Faszination für die mittlerweile jährlich auftauchenden Kornkreise tut das keinen Abbruch.

Klar ist hingegen die Herkunft der olympischen Ringe in einem Maisfeld in Oderding bei Weilheim. Dort hat die Landwirtsfamilie Mayr wie schon in den Jahren zuvor ein Labyrinth angelegt. Das wird noch bis zum Herbst bleiben, danach wird der Mais gehäckselt und an die Milchkühe der Familie verfüttert.  cc/lby

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