Polizei unzufrieden über Stichproben-Checks

von Redaktion

München – Die Gewerkschaft der Polizei in Bayern hält die Stichproben-Kontrollen von Urlaubsrückkehrern für unzureichend. Eine flächendeckende Überprüfung sei allerdings nicht zu schaffen, sagte der bayerische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Peter Pytlik, gestern.

Wer aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, muss seit Sonntag auch bei der Reise per Auto oder Bahn nachweisen, dass er entweder negativ getestet ist, gegen Corona geimpft oder genesen ist. Sonst drohen Bußgelder. Über Bayern läuft der Großteil des Verkehrs aus Österreich, Italien und Kroatien. „Wir sind halt nicht in der Lage, das flächendeckend zu kontrollieren – was ja Sinn machen würde, wenn man denn diesen Weg geht“, sagte Pytlik. „Diese stichprobenartigen Kontrollen sind aus meiner Sicht auch nicht vollends zufriedenstellend.“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zog gestern eine Zwischenbilanz für die Bayerische Grenzpolizei nach dem ersten Kontrolltag: Demnach seien mehr als 500 Personen kontrolliert worden. Hinzu kämen knapp 4000 Kontrollen an den Flughäfen in Memmingen und Nürnberg. Dabei seien insgesamt nur zehn Verstöße festgestellt worden.  lby

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