Ausflugsregionen planen Besucher-Lenkung

von Redaktion

München – In bayerischen Tourismusregionen sind die Belastungen durch Tagesausflügler vor allem in der Corona-Zeit erheblich angestiegen. Die Folgen: Menschen-Ansammlungen, Müll- und Parkprobleme, die häufig zu Konflikten mit der Bevölkerung führen. Immer mehr Kommunen sehen sich daher gezwungen, Maßnahmen zur gezielten Besucher-Lenkung zu ergreifen. Eine aktuelle Umfrage des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT) unter 218 Kommunen in Oberbayern, Ostbayern, Franken und Schwaben zeigt, dass mehr als die Hälfte der Gemeinden künftig umfangreiche Maßnahmen zur Besucherlenkung wie Parkleitsysteme und Verhaltensregeln umsetzen will.

75 Prozent der Gemeinden gaben an, dass Tagesausflüge im Jahr 2020 gegenüber den Vorjahren deutlich zugenommen haben. Ein Drittel der Kommunen erklärt, dass sich auch im Jahr 2021 die Zahl weiter erhöht hat. „Die Pandemie hat sicherlich zu einem größeren Andrang in ohnehin beliebten bayerischen Regionen beigetragen“, sagt Professor Alfred Bauer, Vorsitzender des BZT. 41 Prozent der befragten Kommunen nennen die Zunahme „sehr problematisch“ oder „problematisch“. In Oberbayern sind es sogar 60 Prozent. Hauptursachen für die Probleme sind „Fehlverhalten“ der Besucher (22 Prozent), Ärger über Parkverhalten (15 Prozent) und Vermüllung (10 Prozent). 38 Prozent der Gemeinden haben bereits Maßnahmen zur Besucherlenkung eingeleitet, um Wildparken, die Zerstörung der Natur, die Verkehrsbelastung und den Unmut der Einheimischen zu verhindern. Wichtig für die Umsetzung von Besucherlenkungsmaßnahmen seien aber Datenerhebungen über die Gäste. mm

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