Fürth – Der Anteil der Hühner in Bayern mit Auslauf im Freien hat sich von 2010 bis 2020 mehr als verdreifacht – die häufigste Haltungsform war und bleibt aber die Bodenhaltung im Stall. Das geht aus Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 des Landesamts für Statistik hervor, die gestern veröffentlicht wurden. Bei der Zählung befragen die Statistikämter alle zehn Jahre bundesweit die Bauern zur Viehhaltung, Bodennutzung und dem ökologischen Anbau.
Die Zahl der Legehennen nahm um rund zehn Prozent auf etwa 5,9 Millionen zu. 43,1 Prozent von ihnen wurden 2020 im Freiland gehalten. 2010 betrug der Anteil erst 13,6 Prozent. Die vorrangige Haltungsform war 2020 die Bodenhaltung (56,5 Prozent) im Stall.
Die Zahl der Haltungsplätze für Rinder ging seit 2010 um rund 21 Prozent auf 2,9 Millionen zurück. Zwar waren 2010 noch mehr als doppelt so viele Rinder im Stall angebunden, der Anteil der Kühe im Anbindestall betrug 2020 aber immer noch 21,7 Prozent.
Bei den Schweinen gab es einen Trend zu größeren Betrieben: 2010 hatten 19 600 Betriebe etwa 3,66 Millionen Haltungsplätze. 2020 waren es nur noch 9000 Betriebe mit 3,05 Millionen Schweinen. lby