Sensor soll Leben retten

von Redaktion

Bayernwerk AG stellt Innovation vor

Penzberg – Arbeiten am Stromnetz sind gefährlich. Deshalb soll in Zukunft ein kleines Gerät am Handgelenk Leben retten. Entwickelt hat den sogenannten „Peek-Sensor“ die Bayernwerk AG aus Penzberg (Kreis Weilheim-Schongau), nachdem dort vor ein paar Jahren bei einem Unfall zwei Mitarbeiter gestorben waren. „Man sieht nicht, hört nicht, riecht nicht, ob da noch Spannung liegt“, sagt der Vorstandsvorsitzende Egon Westphal. Ein handliches Gerät müsste es also geben, das die Mitarbeiter vorher warnt, so die Idee. Weltweit wurde die Firma jedoch nicht fündig. Deshalb entwickelten die Bayernwerke selbst einen solchen Sensor.

Der ist nur etwas größer als eine Armbanduhr und schlägt Alarm, sobald sich sein Träger einer Mittelspannungsleitung mit 20 000 Volt nähert. „So weiß man, dass Strom fließt, wo keiner fließen sollte“, sagt Westphal. Für die Innovation schloss sich das Penzberger Unternehmen mit dem Joint Venture Wearable Technologies aus Herrsching zusammen und gründete die Peek GmbH. Die Firma TQ Systems aus Seefeld produziert die Geräte – noch in diesem Jahr will es 1500 Stück herstellen. 500 davon sind für die Mitarbeiter der Bayernwerk AG vorgesehen. Der Rest wird an andere Energiebetreiber geliefert. Weltweit sei das Interesse groß, so Westphal.  set

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