Versicherung gegen Hochwasser

von Redaktion

München – Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) hat an die Menschen im Freistaat appelliert, zur Absicherung vor Hochwasser-Schäden eine Elementarschadenversicherung abzuschließen. „Wenn die Versicherungsquote nicht deutlich nach oben geht, ist eine neue Diskussion der Versicherungspflicht absehbar“, sagte Füracker. Die Versicherungsquote stagniere laut Gesamtverband der Versicherungswirtschaft seit 2020 bei 38 Prozent in Bayern. Im Bund liegt sie bei 46 Prozent. „Da ist noch Luft nach oben.“ Er habe auch das Wirtschaftsministerium von Minister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) aufgefordert, das Thema in den Fokus zu rücken.

Bayern habe wie auch der Bund für die Schadensereignisse aus dem Juli dieses Jahres ausnahmensweise Soforthilfen bereitgestellt. „Es steht außer Frage: Der Freistaat hilft auch in Zukunft in der größten Not“, sagte Füracker. Aber es habe sich wieder gezeigt: „Elementarschadenversicherungen sind ein Muss – zum Schutz der Menschen und ihres Zuhauses.“ Bayern hatte 2017 beschlossen, von 2019 an keine Soforthilfe mehr für Flutopfer zu bezahlen, unter anderem mit der Begründung, der Staat und damit der Steuerzahler könne nicht dauerhaft für fehlende Versicherungen herhalten. lby

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