Freising – Aus einem Waldschutz-Labor der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft ist ein sehr seltenes Insekt geschlüpft: der Berliner Prachtkäfer (Dicerca Berolinensis), auch Goldener Prachtkäfer genannt. Er hatte sich in Buchenholzproben aus dem Steigerwald entwickelt. Das Holz stammte von abgestorbenen Buchen an der Waldklimastation Ebrach, wie die LWF in Freising berichtet. Der Fund beweise, dass auch in bewirtschafteten Wäldern wertvolle Habitate und seltene Arten enthalten sind. Bei dem entdeckten Käfer handet es sich um einen Zufallsfund: Die LWF hatte Zweig- und Stammproben von geschädigten Rotbuchen untersucht. In Freising legten die Experten Proben aus, um die Entwicklung eventuell vorhandener Totholzinsekten beobachten zu können. Der Käfer schlüpfte aus einem abgestorbenen Kronenast. Der letzte Nachweis des Prachtkäfers liegt 15 Jahre zurück. Er steht auf der Roten Liste. Aufgrund seiner Seltenheit und der Besiedelung von absterbenden Bäumen stellt er für die Wälder keine Gefahr dar. Er wurde in seinem ursprünglichen Lebensraum freigelassen. mm