Auch in Bad Tölz gab es gestern einen Spatenstich: für die 2,7 Kilometer lange Nordumfahrung, die die Tölzer Innenstadt vom Verkehr entlasten soll. Die Kosten liegen bei 47,7 Millionen Euro, die der Bund bezahlt, da die Umfahrung Teil der B472 sein wird. 2025 soll die teils vier-, teils zweispurige Straße fertig sein.
27 000 Fahrzeuge rollen täglich über die Tölzer Flinthöhe. „Die Prognose ist, dass es 65 bis 85 Prozent weniger Durchgangsverkehr auf der Flinthöhe geben wird“, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer, der vom Spatenstich bei Oberau nach Bad Tölz geeilt war.
Die B472 als Ost-West-Verbindung müsse leistungsfähig sein, sagte Ministerialdirigent Gerhard Reichel vom bayerischen Verkehrsministerium. Daher sei in den vergangenen Jahren zwischen Marktoberdorf und dem Irschenberg Ortsumfahrung um Ortsumfahrung entstanden. „Es ist gut, dass wir jetzt auch in Bad Tölz vorankommen. Denn die Belastung hier ist massiv“, so Reichel.
Der Tölzer Landrat Josef Niedermaier gab Scheuer gleich noch einige weitere Wunschprojekte mit auf den Weg: „Wir brauchen die Elektrifizierung der Bayerischen Regiobahn und die B11-Verlegung bei Geretsried.“ Auch wünschte sich Niedermaier die Unterstützung „bei unserem Mammutprojekt S7-Verlängerung nach Geretsried“. va