BRAUCHTUM

von Redaktion

Gegen die Unbill des Wetters suchten die Bauer stets nach Schutzmitteln. In Altbayern vertraute man früher auf das Amulettkreuz, das Scheyerer Kreuz mit dem Doppelbalken aus dem Kloster Scheyern. Es sollte gegen Blitz, Hagel und Feuer schützen. Deshalb vergrub man es in Äckern, es diente auch als Wettersegen. Als wirksame Abwehr drohender Unwetter galt vielen das „Wetterläuten“. Im Zeitalter der Aufklärung konnte man mit diesem Brauch nichts mehr anfangen, da man darin puren Aberglauben sah. So wurde das Wetterläuten untersagt. König Ludwig I., der auch das Wallfahren wieder erlaubte, hob das Verbot auf. In der Gegenwart ist der alte Brauch weithin in Vergessenheit geraten. Nur in einigen Orten, z.B. im Inntal, hält man noch an der alten Tradition fest und läutet bei drohendem Unwetter die Wetterglocke.

BAUERN- UND WETTERREGELN

Bleiben die Störche nach Bartholomä, tut der Winter nicht weh. Um die Zeit von Augustin ziehen die warmen Tage hin.

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